Neue Kommentare:
Melody in: Immer diese Rechenfehler
Danke, Nicole :-)
Nicole in: Immer diese Rechenfehler
Melody, für diesen Beitrag muss ich dich jetzt einfach spontan umarmen. Ich hoffe, die Dame hat ...
Melody in: Immer diese Rechenfehler
Da ich gerade einen ziemlich feisten Kommentar nicht durchgelassen habe ... ich sagte schon: Nichts ...
Allerleirauh in: Gibt es das auch in klein?
Wie süß:) Das ist aber auch wirklich gemein, dass man mit 2 Jahren noch nicht Mamas Haarpracht ...
Melody in: Immer diese Rechenfehler
Ja klar. Du hast übersehen, dass ich ihr die Augen geöffnet habe, was das Verrechnen mit (nur) ...
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Life Beta
Donnerstag, 04. März 2010
Unter Haien, Spinnen und Krokodilen
So nennt sich die Führung durch den Aquazoo anlässlich des Internationalen Frauentages. Ganz klein drunter steht noch “Was macht eine Tierpflegerin den ganzen Tag?”, aber zu spät, bis dahin hatte ich mich schon amüsiert. Zu viele Jahre unter der gläsernen Decke, äh, in einem amerikanischen Konzern.
Schnitt, Szenenwechsel.
Der Neurologe sagt, alles ist prima. Der Gynäkologe sagt, es ist kein Darmkrebs und der Rest ist ebenfalls wunderbar in Ordnung. Der Allergietest lässt verlauten, dass ich gegen nix allergisch bin und die Ergebnisse des Bluttests auf Lebensmittelunverträglichkeiten stehen noch aus, aber ich vermute keine zu haben. Nicht mal mehr Süß- oder Schokoladenhunger nenne ich seit der Darmpilz-Bekämpfung mein eigen und das ist manchmal ganz schön seltsam: Wer hätte gedacht, dass man es fast ein wenig vermissen kann, auf irgendwas einen Jieper zu haben?
Hartnäckig lasse ich weiter alles untersuchen. So viele Wartezimmer in so kurzer Zeit hat bestimmt kaum jemand zu Gesicht bekommen, aber ich meine es ernst: Ich habe keine Lust mehr, immer erst im Nachhinein zu erfahren, dass ich fast gestorben wäre. Mir hat der letzte Sommer gereicht.
Samstag, 27. Februar 2010
Aktuelle Meldung: Lawine in Düsseldorf Oberrath
Es ist doch wohl eine Blogmeldung wert, wenn mir eine Tonne Geröll aus der linken Brusthälfte rutscht und parallel verdunstet?
Wir haben den ersehnten Kindergartenplatz in der erträumten Einrichtung ab dem perfekten Datum bekommen, der Brief kam gerade.
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Freitag, 13. November 2009
Abbitte
Wer hier mitliest, erinnert sich bestimmt noch an den Umwandlungsprozess für den Schrank am Ende des langen Flurs, den ich zähneknirschend zunächst akzeptiert hatte, um drei Jahre später dann das hässliche Furnier abzuschleifen und die hässlichen Griffe gegen schöne Porzellanknöpfe zu tauschen ... wohl wissend, dass der mit uns befreundete Schreiner es nur gut gemeint hatte und nun ein bisschen beleidigt sein würde.
Er kam aber sehr schnell darüber hinweg, das muss ich ihm lassen. Und ich habe mich innerlich von dem Tisch verabschiedet, der noch bei ihm weilte, nachdem er mich anrief und mir ganz stolz erzählte, er habe “die Leisten neu draufgemacht”. Denn ich wusste ja: Erstens ist es jetzt zu spät für Protest, zweitens will ich ihn nicht schon wieder beleidigen und drittens hat er in bestem Gewissen gehandelt und einfach einen völlig anderen Geschmack als ich.
Also trauerte ich ein bisschen um den Tisch oder vielmehr um die Idee, die davon in meinem Kopf wohnte und beschloss, die Rückkehr des alten Möbelstücks einfach hinzunehmen, egal in welchem Zustand.
Der Tisch wurde vor langer Zeit von meinem Ururgroßvater selbst geschreinert, der Amtsrichter war und nicht Möbelschreiner, aber trotzdem einen feinen dunklen Eichentisch mit drei tiefen Frontschubladen gebaut hat. Ein schwerer, dunkler und extra hoher Tisch, denn auch die Ahnen waren schon große Leute.
Nachdem der Tisch den Ururgroßvater und die Urgroßmutter überlebt hatte, wurde er als Abstelltisch mitgeschleift, als die Großeltern umzogen. Meine Mutter nahm ihn dann mit in unser Haus und dort landete er irgendwann im Heizungskeller als Werkbank. Mein Vater klemmte Dinge an ihm fest und mein Bruder streifte seine Pinsel an ihm ab. Als er richtig “durch” war und wackelte, landete er in der Garage.
Dort fand ich ihn wieder und zwang meinen Mann, einen Transporter zu mieten und das farbverschmierte Wrack aus dem Emsland zu retten.
Ja, ich weiß. Andere fanden das auch bekloppt.
Neue Tische kosten schließlich nicht so viel und machen nicht so einen Aufwand und lassen sich ggf. sogar auseinandernehmen .... aber diesen hat mein Ururgroßvater selbst gebaut. Ich wollte ihn haben.
Der alte Tisch stand auf unserer Baustelle herum und wurde als Ablage genutzt, bis unser Freund und Schreiner mal wieder vorbeikam und ihn mitnahm. Sandstrahlen sollte er ihn bitte für mich, danach wollte ich “mal schauen”.
Das ist ein halbes Jahr her.
Als er mich anrief und mir erzählte, er habe die Leisten neu angebracht, habe ich wirklich fast geweint. Ich wollte den alten Tisch sanieren, nicht irgendwas Neues, das vielleicht ganz anders aussah. Bevor ich meinen Frieden damit machen konnte, dass dieser Tisch nun eben eine weitere Entwicklung durchlaufen hatte und auch das Aufbringen neuer Leisten nun zu seiner Geschichte gehörte, dauerte es ein Weilchen.
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Sonntag, 05. Juli 2009
Schwer beschäftigt
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Sonntag, 28. Juni 2009
Twilight und so
Wie auch damals bei der Pottermania habe ich nirgends etwas über die Bücher gelesen, als sich herauskristallisierte, dass sie Beststeller wurden - jede Rezension zugeklappt oder weggeklickt, keine Kurzbeschreibungen konsumiert und natürlich trotzdem aus dem Augenwinkel heraus grob wahrgenommen, worum es geht.
Am Ende dann alle Bände auf einmal gekauft. Neugier, Marktbeobachtung, Lust auf bekannt leichte Lektüre zwischendurch.
Diesmal kann ich lesen, während das backenzahnende Kind sich schlafend an mir festklebt, denn da geht eh nichts anderes. Heute Nacht habe ich also den zweiten Band, New Moon, begonnen und werde heute noch damit fertig, wie es aussieht.
Beim ersten Buch über Bella und Edward kostete es mich einige hundert Seiten, bis ich über das entsetzlich blöde Frauenbild und die noch schlimmeren männlichen Helden hinweg waren, deren Rollenverteilung sich durch das gesamte Manuskript zieht und lesen konnte, ohne mich ständig zu ärgern. Eine Stimme in meinem Kopf - nein, es ist zufällig heute mal nicht die meines unsterblichen ewig jungen wunderschönen allwissenden allesrettenden telepathischen muskelbesetzten platonischen charakterlich einwandfreien Vampir-Superhelden-Geliebten - murmelt die ganze Zeit, dass hier das Klischee des Nackenbeisser-Schundromans für willig schmachtende (lesende) Weibchen eine Spur zu weit ins Schmerzhafte getrieben wird.
Frauen in diesem Buch sind launisch, hilflos, verloren, doof, müssen gerettet werden, schmachten nach Dates, stolpern, müssen gerettet werden, haben kein Selbstwertgefühl, wissen nicht wohin mit sich, müssen gerettet werden ... und so weiter.
Andererseits, und das muss man dem bieder aussehenden Mormonenmädchen lassen, das diese Bücher geschrieben hat: Sie sind zwar seicht und transportieren ein blödes Klischeebild, sind aber (bisher) auch trotz vieler hervorsehbarer Wendungen ganz gute Unterhaltung.
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