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Bloggende Väter
(Ausbaufähig.)
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Abschied und Aufbruch
Die Kinderfrau hat heute ihren letzten Tag. Eigentlich würde dieser Arbeitseinsatz schon gar nicht mehr stattfinden, so schnell hat die Kita-Eingewöhnungsphase uns aufgesaugt. Aber ich habe darauf bestanden, dass wir uns vernünftig verabschieden, einen letzten gemeinsamen Tag hier verbringen und dem Kind alles genau erklären. Die Kita ist morgen auch noch da.
Nun kollern sie zusammen durchs Wohnzimmer, die freundliche kleine Frau und meine hoch erfreute Tochter, die plappert und quatscht. Es ist ein seltsames Gefühl und ich hätte die Zusammenarbeit auch gerne verlängert.
Aber Frau S. will keinesfalls an den Nachmittagen arbeiten.
Ich hoffe, dass wir sie trotzdem gelegentlich wieder zu Gesicht bekommen und werde sie regelmäßig auf einen Kaffee einladen.
Zum Abschied habe ich alle praktischen und nützlichen Aufmerksamkeiten und Blumen verworfen und ihr im Namen der Tochter eine Kette mit einem Kristall geschenkt, von einem meiner Lieblings"designer” (Dyrberg und Kern), weil ich von der ersten Sekunde an fand, dass genau dieses Stück perfekt zu ihr passen würde. Tut es auch, ist genau richtig und ich glaube, sie hat sich gefreut.
Es wird schön sein, wieder alleine in der Wohnung zu arbeiten. Es wird komisch sein, kein kleines Mädchen mehr zu hören, während ich mich konzentrieren muss.
Wir werden nie wieder dunkelblaue oder dunkelgrüne Kleidungsstücke in der Hand halten, ohne an die Phase zu denken, als wir sämtliches Dusterzeugs vor Frau S versteckten, die das Mädchenkind wie einen Jungen angezogen hat, wann immer sie es schaffte.
Und ich werde immer lachen müssen, wenn ich ein Kind sehe, das unten geblümt und oben gestreift in orange, lila und rosa gemischt herumläuft, mit einem gepunkteten Hut oder karierten Stiefelchen. Denn ganz gleich, wie viele unifarbene Shirts und Hosen man griffbereit legt, irgendwer wird immer ein Enten-Shirt mit einer mit Hasen bedruckten Hose kombinieren oder eine zu große Jeans mit einem zu kurzen Hemd.
Wirklich schlimm ist das aber gar nicht, so lange jemand wie Frau S das tut. Die auf allen Vieren krabbelt und singt und vorliest und erklärt und spielt. “Ihren” Kindern zuflüstert: Du hast es gut, du hast zwei Mamas. Wohl wissend, dass die Kinder sich davon nicht verwirren lassen. Und die sich nichts Schöneres vorstellen kann, als ein Kind ein Stück auf seinem Weg zu begleiten.
*
So, und jetzt schreibe ich ihr ein ausgezeichnetes Arbeitszeugnis.
-
das hört sich wunderbar an. ich wünsche der prinzessin, dass die zeit im kindergarten genauso wunderbar wird!
(und jetzt muss ich schnell ne mail schreiben, denn eben kam die post ;o)
Cecie am 08/27 um 10:53 AM
