noch mehr Blogs
- Allerleirauh
- Autobahnorakel
- Das kleine Brüllen
- Die kleinen Monster
- Die rote Fee
- Frau Blümel
- Frau Niepi
- Frau Schussel
- Herzbruch
- Josili
- Kelef
- Kolja Löwenkind
- Lonari
- Lorelei
- Meinigkeiten
- Mudder Seemann
- Muggelchen
- Pharmama
- Puderpups
- Rueckspiegel.org
- Sahanya
- Sandrachen
- Schlafhut
- Simetra
- Stapelweise
- Tanjas Traumberg
- Yvonne
- Walküre
- Zertanzte Schuhe
Bloggende Väter
(Ausbaufähig.)
Mehr
Ach so.
In dieser Woche lernen wir: Das also meinen andere Mütter damit, wenn sie sagen »ich komm hier buchstäblich zu nix mehr, wenn das Kind zahnt und Trotzanfälle hat«.
Ich hatte ja keine Ahnung und wir vorher noch keinen dicken Backenzahn :-)
Wobei, und das muss ich ausdrücklich dazu sagen, ich nicht zu den Frauen gehöre, die sich vorher insgeheim selbstzufrieden grinsend gedacht haben, dass sie selbst es einfach besser drauf haben als die Klagemuttis und die anderen einfach ein bisschen blöder sind als sie selbst. Mir war immer klar, dass es hier nicht so unglaublich easy weitergehen kann wie in den ersten anderthalb Jahren, schließlich sind meine Gene mit im Spiel. Diese Erwartung erfüllt sich.
Die mobile Terroreinheit schläft sich jetzt aus, um danach gestärkt und erholt weitere sechs Stunden durchzubrüllen und kräftig zu trotzen, nehme ich an. Linderungsversuche schlagen immer nur für ein Viertelstündchen an. Da freue ich mich fast auf die Wurzelbehandlung in 2 Stunden, das wird meine erste ruhige Stunde, seit der Mann zur Verwandtschaft fuhr.
Mein rechter Arm hat apfelgroße blaue und schwarze Flecken, wo das Fräulein mich getreten hat, als ich sie davon abhalten musste, sich aus lauter Jähzorn durch die Gegend zu werfen und sich den Schädel anzuschlagen. Beim ersten Mal war ich ganz schön überrascht, muss ich sagen - sie ist doch so ein gelassenes Schneckchen. Eigentlich.
Wie immer kommen JETZT alle Leute an, die vorher vornehm geschwiegen haben und labern rum, dass es bei ihren Kindern auch “genau” so war und noch viel schlimmer wird.
Ich höre denen aber sowieso nicht zu.
Im Grunde finde ich es absolut großartig, was für ein Temperament das Kind hat, welche Power und mir vertraute Willensstärke sich da zeigen - und meine Nerven machen auch ganz gut mit. Sie tut mir ein bisschen leid, wenn sie sich so quält, aber ich finde es auch spannend und muss mir manchmal sogar ein bisschen das Schmunzeln verkneifen angesichts dieser kleinen Naturgewalt. Wir machen das schon (und sie hat es auch nicht geschafft, meinen Finger durchzubeissen, sondern es nur sehr engagiert versucht).
Außerdem weiß ich natürlich, dass die Trotzerei und die begleitenden “Gehorsamsverweigerungen” dazugehören, wenn sie mehr und mehr entdeckt, dass sie ein eigenständiger Mensch ist.
Update: Ach, hier steht so ungefähr das, was ich mir auch schon für mich zusammengereimt habe. Guter Link. Geht ruhig mal lesen.
In der Zwischenzeit mache ich Vollkorn-Waffeln. Natürlich nicht zum Trost, um Himmels Willen, das wäre ein schlimmer Fehler (Trost durch Essen einprogrammieren ins Kind). Diese Waffeln standen eh auf dem Programm :-)
-
na so lange du noch Zeit für dein Blog hast, wird die kleine mobile Terroreinheit wohl nicht sooooooo schlimm sein ;-).
Wie versteht sie sich den mit euren Katzen?SuMu am 06/25 um 04:20 PM -
Mann, bist du entspannt! (Aber nur so gehts. Die kleinen Trotzbinkel haben den längeren Atem, wenn es um trotzenkreischenschreien geht Aber in Sachen zurücklehnen und Zenmeistertum üben, da sollten wir bessern sein.)
Frau Brüllen am 06/26 um 12:15 PM -
Sumu, die Zeit fürs Blog - dank Kinderfrau :-)
Karin, es ist nicht wirklich ein Kunststück, mit Haushaltshilfe und Kinderfrau gute Nerven zu bewahren. Wie ich mich fühlen würde, wenn ich nebenbei noch die Böden schrubben müsste, während das Kind 24/7 schreiend an mir klebt, das sähe doch vermutlich noch anders aus, aber so habe ich ja doch immer mal Entspannungspausen und werde entlastet.
Liebe Grüße und euch ein schönes Wochenende!
Melody am 06/26 um 12:31 PM -
mobile terroreinheit - das gefällt mir :-). hier sieht es ähnlich aus. habe das auf einen heftigen infekt in der laufenden woche zurückgeführt, aber deine darstellungen lassen mich nichts gutes erwarten. kommt mir so bekannt vor.
aboese am 06/26 um 12:50 PM -
p.s. Karin, was ist denn ein Binkel? :-)))
Nee, Annette ... da kommt noch was nach, fürchte ich. Mein rechter Arm sieht aus, als hätte mich ein Bodybuilder verhauen. Aber es ist trotzdem eine gute Phase, denn: Sie lernt sooo viel, wenn sie auch mal alleine was darf. Eben ist sie alleine mittagsschlafen gegangen, das war vorher undenkbar.
Melody am 06/26 um 01:00 PM -
Binkel gibts nur mit Trotz- vorne dran (Obwohl, mit Zorn- gehts auch). Einer der Ausdrücke, die ich von meiner Mutter übernommen habe. So auch Bissnickel (= Kind, das beisst), Krawattenstingl (=Schlingel), allerdings muss man das so ... österreichisch aussprechen, etc.
Frau Brüllen am 06/26 um 01:44 PM -
Mobile Terroreinheit - *lol*
Das Zahnen muss heftig sein, au wei. Aber - Du versuchst doch nicht etwa, Dein Kind zu beruhigen??!
Man (also eine wandelnde, weibliche Kompetenz im Alter von ca. 70) hat mir heute lang und breit versucht zu erklären, warum man Kinder schreien lassen muss. Nicht immer wiegen und so.
Das war meine erste Begegnung dieser Art. Irgendwie kam mir das so bekannt vor. Ich glaube, ich muss mal in Deinem Archiv nachgucken.
Bekomme langsam eine Wartezimmerphobie.Lonari am 06/26 um 03:46 PM -
Karin, ich hab ein Lexikon gefunden, da ist ein Binkel ein gepresster Heuballen oder ein Bündel (Zeugs oder Unrat). Passt ja :-))
Ilona, das passiert dir jetzt noch viertausendmal. Aber ich habe noch schlechtere Nachrichten: Du kannst es nicht richtig machen, da du nun umgeben von hochqualifizierten Erziehungsbeauftragten auf dem Planeten wandelst.
Inzwischen ergreife ich schwer atmend die Hand der Belehrungsperson und bedanke mich schluchzend dafür, dass nicht ALLEN Mitbürgern das Schicksal von kleinen Kinder völlig gleichgültig ist ... oder so. Die eine oder andere Oma wandert daraufhin mit stolzgeschwellter Brust von dannen.
Melody am 06/26 um 04:33 PM
