AlphaMama

Shit happens. | Work@home Mum (geht nicht gibt' s nicht).

Zustimmung. « | » Sprengstoff


Eine größere Macht hält uns Frauen am heimischen Herd, wenn wir Glück haben.

Zumindest wenn man der Logik einer Kommentatoren bei Frau Brüllen glaubt, die sich anonym oder sogar nicht anonym dahingehend äußern, dass der nahende/drohende Arbeitsplatzverlust den tieferen Sinn habe, dass sie sich “endlich richtig um ihre Kinder kümmern kann”.

Unfassbar?

Nö, Realität. Solche Kommentare kann sich ein intelligenter Mensch nicht ausdenken, die finden einfach statt und man sitzt fassungslos davor. 

Es muss für eine gewisse Sorte Frau quasi unerträglich sein, wenn andere weibliche Wesen es schaffen, eine Familiengründung erfolgreich mit dem Beruf zu vereinen. Führt es ihnen doch drastisch vor, dass es tatsächlich geht und alle ihre Begründungen dagegen bei näherem Hinschauen (oder besserer Ausbildung oder besserem Kopf) hinfällig wären.

Die Frechheit an diesen Reaktionen ist die Unterstellung, dass es den Brüllsöhnen schlechter geht, als es sein könnte, weil ihre Mutter arbeitet.

Ich erkläre das so ausführlich, weil ich weiß, dass es sonst nicht überall ankommt. Wenn Selbstverständlichkeiten selbstverständlich wären, würde es solche feisten Comments wohl nicht geben.

Und das ist tatsächlich eine Frechheit, denn wer das Brüllenblog liest, der sollte eigentlich recht bald begreifen, dass diese beiden Jungs es wunderbar getroffen haben und ausgezeichnet versorgt werden.

Mein Mitleid

gehört tatsächlich eher den armen Kindern der anonymen Kommentatorinnen. Ganz schön schlimm, wenn kleine Menschen von Leuten erzogen werden, deren Horizont über den Boden schleift.

Mother of One am 15. April 2010
  1. ja, und besonders schlimm finde ich, daß dies so gutmeinend verbrämt daherkommt, daß frau sich gar nicht darüber ärgern darf. Als berufstätige Mutter kämpft frau doch sowieso immer mehr oder weniger mit einem schlechten Gewissen, da braucht es so was überhaupt nicht. Diese Meinung, daß berufstätige Mütter nur zweite Wahl sind, wenn es um ihre Kinder geht, bringt mich genauso auf die Palme wie berufstätige Mütter, die suggerieren, sieben Kinder und ein Vollzeit Job seien mit links zu schaffe, während daheim Haushälterin + Nanny die Vollversorgung garantieren.

    Ob ich in diesem Leben da noch ein Umdenken erlebe?

    lg gudrun

    Gudrun am 04/15 um 07:20 PM
  2. Nein. Ein generelles Umdenken werden wir nie erleben, weil jede der “süßlich verseuchten Angreiferinnen” ihren eigenen Lebensentwurf dadurch schützt oder stärkt, den anderer mit Worten zu schädigen. Und es wird immer viel mehr Menschen geben, die es sich gern in wichtigen Lebensphasen sehr leicht machen, ohne abei an eine langfristige Zukunft zu denken, als verantwortungsvoll planende Leute. Irgendwo kommt die Altersarmut ja her, die so viele Menschen und vor allem Frauen erleiden.


    Aber was wir durchaus erleben, und zwar immer häufiger: Frauen, die sich das ständig lauernde schlechte Gewissen nicht mehr aufdrängen lassen. Und das finde ich sehr beruhigend, so als Anfang
    :-)

    Melody am 04/15 um 07:32 PM
  3. Absurd. Sollte glaube ich als Aufmunterung gemeint sein. ?!? Ich füge mal vorsichtig hinzu: man muss sich den Luxus, den lieben langen Tag nur für den Nachwuchs dazusein, auch erst mal leisten können. Und selbst dann wäre ein 24-Stunden-Haushalt-Dasein für mich persönlich auf Dauer nicht erstrebenswert, so gerne und leidenschaftlich ich mich auch um L kümmere.

    Lonari am 04/16 um 10:39 AM
  4. Eine Aufmunterung mit einem Giftstachel, genau :-)

    Melody am 04/16 um 12:01 PM
  5. Danke. Süsslich verbrämt trifft es genau.

    Frau Brüllen am 04/17 um 11:49 AM
  6. Gerade eben diskutierte ich diese Wahnsinnskommentatorin(nen) im Brüllenblog und deren fassungslos machendes Weltbild noch mit dem Tigger, dann klicke ich hierher und lese diesen genialen Kommentar dazu. Danke! Wir haben uns hervorragend amüsiert beim Visualisieren des am Boden schleifenden Horizonts. :-)

    Lorelei am 04/17 um 01:04 PM
  7. Was ist das denn für eine Hetze gegen mich?

    1. ich habe das anonym geschrieben da ich keine der erforderlichen IDs wie googlemail und so was aufweisen kann.
    2. Bitte ich, meinen letzten Kommentar von gestern zu lesen.
    3.Verbitte ich mir dieses Reinitnertpretieren von
    Argumenten, die ich Nie benutzt habe.

    Kann man BITTE mal zur Kenntnis nehen, daß ich SELBST berufstätige alleinerziehende Mutter bin?

    Vor solch einer Hexenjagd und harter Verurteilungen bitte erst mal genauer informieren !

    die nicht anonyme petra

    petra am 04/17 um 04:50 PM
  8. Hallo Petra, wie kann das denn eine Hetze gegen dich sein, wo keiner weiß, wer oder wo du bist oder auch nur, wie du (wirklich) heißt?

    Deine Kommentar-Aussagen überschreiten nun mal gewisse Grenzen, also ist es wohl nicht erstaunlich, dass man sich damit beschäftigt. Du wolltest doch sicher auch eine Reaktion, wenn auch vielleicht eine andere. Tja. Shit happens.

    Ich nehme zwar zur Kenntnis, dass du (laut deiner Aussage) berufstätige, alleinerziehende Mutter bist, muss dir aber leider mitteilen, das ändert (für mich) erst mal überhaupt nichts.

    Ehrlich gesagt macht es diese anonymen Kommentare (für mich) sogar noch viel schlimmer, da du sicherlich auch schon einiges an unnötigen Kommentaren zu hören bekommen hast in deinem Leben und ganz genau wissen wirst, wie das reinhauen kann, wenn andere einem so in die Hacken treten, besonders in einer (gefühlten oder echten) Krise.

    Um es ganz klar zu sagen: Wenn die (beiden, unterschiedlichen) anonymem Kommentare von dir waren, wirst du dir jegliche Interpretation (und auch abweichende) erst mal gefallen lassen müssen. Sicherlich wird es sachlicher, sobald die betreffende Person einen Namen hat und sich zu “erkennen” gibt, aber das wäre dir ja auch beim ersten Kommentar schon möglich gewesen.

    Melody am 04/17 um 05:28 PM
  9. Also durch Veröffentlichung meines Namens wird die diskussion sachlich?
    Das bedeutet andererseits daß eine sachliche diskussion ohne namen nicht möglich ist?
    Das erstaunt mich doch sehr.

    Die Angriffe durch diese Kommentare muss ich mir wohl gefallen lassen, habe aber auch das Recht, diese Misverständnisse und Fehlinterpretationen aufzuklären.

    Dies habe ich schon getan in der Hoffnung, daß diese unsachlichen Agriffe hiermit ein Ende haben.

    Gruß Petra
    (dies ist mein Name, auch wenn es weiterhin bezweifelt wird)

    petra am 04/17 um 06:02 PM
  10. Ja, das ist klar, dass dich das sehr erstaunt :-)

    Petra, du kannst dich nun winden und verrenken wie du willst, es ändert nichts an der Unangemessenheit deines Kommentars.

    Aber ich habe auch gar nicht vor, mich jetzt wiederholt und so lange mit dir auszutauschen, bis du dich gerechtfertigter und damit wohler fühlst mit der Situation.

    Melody am 04/17 um 07:14 PM
  11. Da ist sie also wieder, die alte Diskussion über das einzig wahre Mütter-Modell…

    Ich würde mir wünschen, dass Frauen wirklich selbst entscheiden können, wie sie es machen wollen, ohne sich dann blöde Kommentare von der “anderen Fraktion” anhören zu müssen, und zwar in beide Richtungen.

    Ich hatte mich entschieden, vier Jahre zu Hause zu bleiben und ich fühle mich von zwei Kommentaren hier auch ein bisschen in die Hacken getreten:

    Wir haben in den ersten zwei Elternjahren zu dritt auf 50 Quadratmetern in einer ziemlich üblen Wohngegend gewohnt, ohne Auto, ohne Urlaub, ohne sonst irgendwas. Ich nehme an, dass einige derer, die sagen, man müsse sich ein Hausfrauendasein auch “leisten” können, nicht so wohnen wollten. Wir haben (ohne Wertung!) unsere Prioritäten anders gesetzt.

    Das Argument, man würde es sich als Vollzeitmama “leicht machen” und damit verantwortungslos auf eine Altersarmut zusteuern (falls ich das so richtig verstanden habe?), finde ich genauso daneben wie das Argument, Kinder von Berufstätigen seien schlechter versorgt.

    Man kann als berufstätige Mutter liebe- und verantwortungsvoll für die Kinder da sein, sich um eine gute Betreuung kümmern und beides wunderbar unter einen Hut kriegen.

    Man kann auch als Vollzeitmama trotzdem Kinder zu selbstständigen Menschen erziehen, ihnen genug Kontakt zu anderen Kindern ermöglichen und für sie liebe- und verantwortungsvoll dasein.

    Man kann als berufstätige Mutter aber auch die Kinder abschieben, um sich selbst zu verwirklichen oder es nicht auf die Reihe kriegen, vom Kind überhaupt noch viel mitzukriegen.

    Genauso kann man als Vollzeitmutter den ganzen Tag daheim vor dem Rechner sitzen oder von Hobby zu Hobby rennen, ohne sich mit dem Kind anständig zu beschäftigen. Oder man kann es, anders herum, total beglucken, um den eigenen Lebensinhalt darin zu finden.

    Kurz gesagt: So oder so kann es gut oder schlecht laufen. Ob eine Frau eine gute Mutter ist, hängt sicherlich nicht daran, ob sie arbeitet oder nicht, sondern an vielen anderen Faktoren.

    Deshalb - um wieder zum Anfang zurückzukommen - würde ich mir wünschen, dass diese grundsätzliche Diskussion endlich einmal eingemottet würde. Denn auch hier in den Kommentaren habe ich den Eindruck, dass sie geführt wird, jetzt halt in die andere Richtung. Das kanns nicht sein.

    Liebe Grüße,
    Stjama
    (inzwischen selbst Mama mit Vollzeitstelle)

    Stjama am 04/18 um 09:30 AM
  12. Stjama, hier hat niemand gesagt, dass Vollzeitmamas automatisch auf Altersarmut zusteuern - sondern dass es ausreichend Leute gibt, die nicht fürs Alter vorsorgen und meines Wissens sind nun mal Frauen öfter von Altersarmut betroffen, eben weil sie sich nicht langfristig absichern. Oder weil ihre Männer sie nicht mit absichern, sondern nur sich selbst (ebenfalls ein leider sehr beliebtes Modell, der allein in die Rente einzahlende Mann als Lebensversicherung - die dann irgendwann platzt. Wobei hier von Jahrzehnten! bequemer Lebensplanung die Rede ist, nicht von ein paar Jahren Elternanfangszeit).

    Es gibt sehr viele solche Fälle, das ist ja kein Geheimnis.Wenn das nicht zutrifft, umso besser. Es handelte sich ja nicht um eine allgemeine Diskussion, sondern um die Reaktion auf einen miesen Kommentar, das bitte ich zu bedenken.

    Ich glaube also nicht, dass du dich davon besonders in die Hacken getreten fühlen solltest, wenn das Vorhandensein solcher Fälle erwähnt wird.

    Und ob man sich ein Hausfrauendasein auch leisten kann, auch davon solltest du dich nicht angegriffen fühlen, meine ich. Denn es stimmt. Nicht jede Frau kann es sich leisten, zuhause zu bleiben. Es geht ja überhaupt nicht darum, wer welche “Prioritäten” setzt oder wer sich wie weit einschränkt oder eben nicht einschränken möchte, da muss sich niemand rechtfertigen und das können die Leute sicher alles ohne Hilfe von Blogkommentatoren entscheiden :-)

    Ich bin übrigens trotzdem nicht dafür, dass solche Diskussionen *grundsätzlich* eingemottet werden, denn dann bleibt der ganze Gedankenschimmel unerkannt unter der Oberfläche und man merkt doch immer wieder, dass es oft gar nicht schaden kann, sich und andere zu lüften.

    Melody am 04/18 um 10:17 AM
  13. Und wohin soll das führen? Das diskutieren? Und neue anfeinden hier? Es ist nicht so, dass ich den Unmut über die Start-Äußerung nicht verstehe. Ich verstehe sehr gut. Schade ist wohin das gedanklich führt. Dieser Beitrag hier, ist genauso schlecht- kommt nur von der anderen Lobby. Da könnte genauso gut oben stehen:

    “Es muss für eine gewisse Sorte Frau quasi unerträglich sein, wenn andere weibliche Wesen es schaffen, erfolgreich zu Hause zu sein. Führt es ihnen doch drastisch vor, dass es tatsächlich geht und alle ihre Begründungen dagegen bei näherem Hinschauen (oder besserer Ausbildung oder besserem Kopf) hinfällig wären.

    Ein Diskutieren ist immer fein. Aber immer wieder die selben Sätze lesen- ist auf Dauer sinnlos.

    Kassiopeia am 04/18 um 06:16 PM
  14. Ich kenne diesen Blog hier nicht und normalerweise kommentiere ich in solchen Fälle auch nicht. Aber ich kann nicht gehen, ohne Stjama beizupflichten. Du sprichst mir aus der Seele! Danke dafür!

    Viele Grüße,
    Linda (die diesen Blog definitiv auch in Zukunft nicht lesen wird, weil ihr die Autorin, die zu einem Kommentar in einem anderen Blog einen dermaßen vorurteilsbelasteten, negativen Text verfasst, einfach gänzlich unsympathisch ist.)

    Linda am 04/18 um 06:45 PM
  15. Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass man den Spruch einfach umdrehen könnte. “Nur” zuhause zu sein ist doch wesentlich einfacher, als Berufsleben und Familie zu vereinbaren - in Bezug auf Organisation, Koordination, Abstimmung mit Kunden/Chefs/Kollegen, bei Krankheit, in Stressphasen und so weiter.

    Gut, das ist natürlich nur meine persönliche Meinung - aber wieso sollte ich die zB nicht auch diskutieren dürfen, nur weil andere sich vielleicht schon seit Ewigkeiten an immer den gleichen Themen sattdiskutiert haben?

    Müssen wir jetzt nicht, keine Sorge :-) ich kann gut damit leben, wenn andere das alles ganz anders sehen. Aber es hat schon Gründe, dass jedes Mal der Deckel so hoch fliegt, wenn es an dieses Thema kommt. 

    Doch es wird ja niemand gezwungen, immer die gleichen Argumente zu wiederholen oder auch nur zu lesen und es ist ja sowieso schon immer alles bereits gesagt worden, nur nicht von allen :-)

    Die Antwort auf “Wohin soll das führen, das Diskutieren” lautet also: Wohin immer wir das möchten, so lange niemand anonym trollt oder irgendwelche Gesetzte bricht oder richtig, richtig nervig wird (ich musste mal Andrea sperren und sie weiß warum).

    Bisher habe ich bei jeder dieser Diskussionen irgendwelche neue Gedanken mitgenommen oder Erfahrungen gelesen, die mir sonst nicht begegnet wären, auch wenn ich nur mitgelesen habe.

    Die Antwort auf “die neuen Anfeindungen?” kann ich dir auch sagen: Das Recht habe ich mir bezogen auf das anonyme Kommentieren herausgenommen (würde ich auch jederzeit wieder). 
    Das gilt aber nun nicht mehr, denn Petra P. hat sich inzwischen per Mail gemeldet, ich habe die Mail eben gelesen und werde ihr nun zunächst per Mail direkt antworten.

    Melody am 04/18 um 07:01 PM
  16. Linda: Danke fürs Wegbleiben :-))
    So wie du kommentierst, finde ich das gut.

    Melody am 04/18 um 07:07 PM
  17. Liebe Melody, Du diskutierst scheinbar wirklich nicht sehr oft mit der leidigen Mütter-Mafia.

    Lass Dir gesagt sein, Du wirst nun als Frust-Ablade-Stelle fungieren mit diesem Eintrag.

    Simone
    mit gültiger Mail-Adresse

    Simone am 04/18 um 07:12 PM
  18. Simone: Weil die Diskussionen sich im Kreis drehen?

    Weil jede gerade das aus der Schublade holt, an dem sie selbst knabbert, und in diesen Eintrag wirft? Oder weil das Thema nichts anderes als Frust zulässt?

    Ich schreibe doch einen spontanen Eintrag nicht, um der Bloggeria zu gefallen, sondern um den Dampf abzulassen, der mir in dem Moment durch den Kopf geht. Wer sich aufgrund dieser Momentaufnahme eine unverbrüchliche (negative) Meinung von mir macht, ist definitiv kein Verlust für mich :-)

    Melody am 04/18 um 07:16 PM
  19. Aus gegebenem Anlass möchte ich gerne meinen Kommentar aus einem anderen Blog hier noch einmal wiederholen. Zum Thema “einfacher”:

    »Melody hat ganz klar gesagt, dass eine DOPPELBELASTUNG nicht so einfach ist wie eine Einzelbelastung. Das stimmt ja auch.

    Ich übersetz das mal von der Theorie in die Praxis: Wenn du jetzt mit x Kindern noch “nebenbei” arbeiten gehen würdest, dann wäre das nicht einfacher, sondern schwieriger zu organisieren im Alltag.

    Oder: Wenn ich mit dem Arbeiten aufhöre, dann ist das viel einfacher zu organisieren für mich, als wenn ich “nebenbei” arbeite.

    Das und nur das ist meine Aussage. Ganz simpel, einleuchtend und alles andere als diskriminierend oder wertend.«

    Ich hoffe, es reicht jetzt langsam mal und wer noch was zu sagen hat, besitzt Anstand genug, es weder anonym noch anderswo zu tun.

    Melody am 04/19 um 09:52 AM
  20. Also ich hatte es schon so verstanden ......

    Simone am 04/19 um 10:02 AM
  21. Ich auch. Aber ich denke, darum geht es gar nicht wirklich, oder?!

    Angela am 04/19 um 10:24 AM
  22. Mal eine ganz andere Frage: Woher kommen die ganzen Damen ohne Blog auf einmal?

    Melody am 04/19 um 10:36 AM
  23. Huch, da teilst du aber ganz schön aus !

    “Führt es ihnen doch drastisch vor, dass es tatsächlich geht und alle ihre Begründungen dagegen bei näherem Hinschauen (oder besserer Ausbildung oder besserem Kopf) hinfällig wären.”

    Natürlich stimmt die Aussage, dass das Modell Kind(er) ohne Berufstätgikeit insgesamt weniger aufwendiger ist als Kind(er) plus Job. Wobei es nicht mathematisch zu sehen ist, denn auswärts betreute Kinder, für die man nicht kochen muss und die daheim weniger Zeit zum Dreckverteilen haben, reduzieren den heimischen Aufwand erheblich, diesen Teil müssen die Hausfrauen leisten.

    Aber du vergißt dabei, dass die Vollzeitmütter definitiv auf andere Annehmlichkeiten, die berufstätige Mütter haben, verzichten. In erster Linie auf Geld (jetzt und als Rentnerin), und darüber hinaus auf eine gewisse Unabhängigkeit und soziale Anerkennung (“Nur”-Mutter zu sein ist heutzutage ab dem 3. Lebensmonat des Kindes schon fast verpönt, der Trend geht zur Konferenz im Kreißsaal).

    Viele Frauen und zum Glück auch ab und zu Männer stecken beruflich bewußt zurück - damit ihre Kinder nicht schon ganz klein in den Zeitplan der Erwachsenen gepresst werden, damit sie Infekte möglichst ausheilen können ohne die bange Abwägung, ob das Kind jetzt schon gesund genug ist für die Krippe, und so weiter (Achtung, keinerlei Anspielung auf Familie Brüllen, es geht NUR um die Rekonvaleszenz).

    Das obige Zitat zeigt doch ganz klar, um was es geht: die berufstätigen Mütter arbeiten mehr, die Mütter, die daheim ihre Kinder selbst versorgen wollen, sind faule Säcke. Würdest du es anders sehen, müßte es gar keine “Begründung” für das Daheimbleiben geben.

    In meinem Umfeld hat sich der Wind in den letzten 15 Jahren drastisch gedreht. Als meine Älteste klein war, wurde ich angefeindet, weil ich als Elternbeirat versucht habe, die Öffnungszeiten des Kindergartens (den gab es damals ab dem 3. Geburtstag, und auch da nur mit Glück !)wenigestens einigermaßen an eine Halbtagstätgikeit angepasst zu erweitern - das braucht hier niemand, Mütter arbeiten nicht. Heute werden “Nur”-Mütter von den doppelbelasteten Powerfrauen angefeindet. Ehrlicher wäre es zu sagen, menno, es ist ganz schön anstrengend, ich wäre ganz gerne mal einfach nur daheim, aber ich kann das nicht (aus finanziellen Gründen, wegen der Karriere, oder warum auch immer, spielt keine Rolle).

    Es klingt leider sehr oft nach verstecktem Neid.

    Zur Klarstellung: Bei den Brüllen-Kindern sehe ich keinerlei “Vernachlässigung”, Eltern müssen selbst entscheiden, wie viel Belastung sie sich antun wollen oder eben müssen. Außerdem rede ich von KLEINkindern - HIER hat mir kürzlich eine Mutter vorgejammert, wie schwer ihr 15-Stunden-Job ist, den sie nur mühsam mit der Versorgung ihrer 14jährigen Zwillinge vereinbaren kann ;-)

    Sylvia am 04/19 um 01:49 PM
  24. Nein, ich habe diesen Aspekt nicht vergessen. Aber du hast es nicht richtig gelesen, ich selbst erwarte keinerlei Begründungen.

    Melody am 04/19 um 01:54 PM
  25. P.S. Wen ich als faulen Sack bezeichne, entscheide ich übrigens immer noch selbst :-)))

    Da lasse ich mir nicht irgendwelche Vorurteile unterschieben.

    Melody am 04/19 um 01:55 PM
  26. p.p.s. ich hör mich so kurz angebunden an, weil ich unter Zeitdruck bin, nicht weil ich nicht diskutieren will.

    Aber das Wesentlichste reicht ja auch :-)

    Melody am 04/19 um 02:19 PM
  27. Ja, reicht gut. Ich bin eigentlich auch gar nicht da ;-)

    Sylvia am 04/19 um 02:40 PM
  28. Wenn man die gewisse Sorte Frau ist, die vor Neid auf andere Frauen anonyme Kommentare schreibt, die so verfasst sind wie der Auslöser für diesen Thread, darf man sich übrigens tatsächlich angesprochen fühlen. Aber ich will mal nicht glauben, dass so viele Frauen so was tun würden, wie sich davon angesprochen fühlten :-/

    Ich hab erst noch überlegt, ob ich anhand meiner eigenen Situation erkläre, warum ich ganz bestimmt nicht der Meinung bin, die eine oder andere Rolle sei mehr wert im Leben. Aber dann muss ich auch wieder erklären, warum ich TROTZDEM finde, dass eine gewisse Altersversorgung grundsätzlich zum Leben gehören sollte und dass man Eigenverantwortung dafür übernehmen muss, und dann fühlen sich bestimmt wieder einige angegriffen, die das persönlich nehmen und so könnte man noch tagelang umrühren.

    Melody am 04/19 um 05:44 PM
  29. Weia, das lese ich ja alles jetzt erst…

    @Petra: Selbst wohlmeinend war Dein Kommentar ungefähr so diplomatisch und hilfreich wie das berühmt-verletzende “Sei doch froh, das Kind war bestimmt krank” nach einer Fehlgeburt. Trösten mit dem Holzhammer nenne ich sowas.

    Ute am 04/20 um 08:32 AM
  30. @Kassiopeia: Ich verstehe die bösartige Niedertracht nicht, mit der du immer weiter behauptest, Melody habe dich beleidigen wollen.

    Hast du das so nötig? Man könnte es fast meinen.

    Simone am 04/22 um 11:54 AM
  31. So, ich habe jetzt erst überlegt, ob ich diesen Kommentar durchlasse, Simone.

    Habe es dann getan, um aber eins zu ergänzen: Ich habe jetzt verstanden, woher die Ansage kam “immer die gleichen Sätze lesen ist sinnlos”.

    Es ist einfach nur gelogen, dass ich jemanden frech oder faul genannt hätte oder so etwas unterstellt hätte. Es ist eine Lüge, die mit jeder Wiederholung unverschämter wird.

    Abschließend von mir noch eins: Es hat einen sehr guten Grund, warum man die Kombination Mutter/Beruf im Allgemeinen eine DOPPELBELASTUNG nennt und nicht einen Wellness-Urlaub.

    Wenn das jemand ganz anders sieht: Prima, damit kann ich gut umgehen (so lange nicht gehetzt und gelogen wird).

    Aber wenn ihr Frust mit abweichenden Meinungen habt, dann diskutiert das doch bitte anderswo und nicht mit mir.

    EDIT: Mir reicht es jetzt sowieso, ich kappe bei diesem Beitrag die Kommentarleitung ;-)

    Melody am 04/22 um 11:59 AM
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