AlphaMama

Shit happens. | Work@home Mum (geht nicht gibt' s nicht).

Schlägermami II « | » Mitfreuen


»Ich verdiene doch gut, ich will, dass du zu Hause bleibst«

Süddeutsche Zeitung Magazin: »So machen Gesetzgeber und Gerichte der Frau nun unmissverständlich klar, dass sie sich jeden Gedanken an lebenslange Sicherheit bitte abschminken darf: Will sie wirklich noch alles aufgeben für Mann und Kinder, will sie nicht wenigstens nebenbei dafür Sorge tragen, auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben? Ansonsten wird sie im Fall einer Scheidung nun ziemlich verloren sein. Frauen, die den Ehemann als eine Art Versicherungspolice betrachtet haben, für die sie jahrzehntelang mit Verzicht auf berufliche Selbstverwirklichung bezahlten, werden nun erleben, dass ihnen die garantierte Auszahlung verweigert wird.«

Lebenslange Sicherheit halte ich ja eh für eine Illusion, habe ich doch schon viel zu oft gesehen, wie jemand frontal auf dem Gesicht landete, der sich durch Heirat oder Erbschaften (von Geld über Haus bis ganze Firma in buchstäblich jeder Größenordnung) für ungemein abgesichert hielt und dann so richtig satt FLATSCH machte, weil Unvorhergesehenes nun mal zum Leben gehört. Da tut das Zugucken dann schon gemein weh - wie es sich als Betroffener anfühlt, mag ich gar nicht erraten.

Davon aber mal abgesehen ... das SZ-Magazin meint: »Jede aktuelle Gerichtsentscheidung zum Eherecht treibt den Wandel der Gesellschaft voran – aber so richtig im Bewusstsein angekommen ist diese Realität noch nicht.«

Ausbaden müssen die “Neuerungen” also Frauen, die sich keine Doppelbelastung antun - die ja sowieso meist eine Dreifach- oder Vierfachbelastung ist, wenn man es mal realistisch betrachtet. Oder hat schon jemand den selbstreinigenden Haushalt, den flexiblen-verständnisvollen Kunden/Chef oder das niemals kranke Kind erfunden? Dann bitte bei mir melden, ich mach mit :-))))


Ein Höllenthema.

Ich habe es auf Alphamama.de schon mal geschrieben, meine Einstellung ist: Niemand muss sich für seinen Lebensentwurf rechtfertigen. Wenn eine Frau Vollzeitmutter werden und sein will, wird sie genau so ihre Gründe haben wie Mütter, die ihren Beruf und damit einen anderen, für sie ebenso wichtigen Teil ihrer Identität nicht aufgeben wollen.

Für mich persönlich käme es niemals in Frage, nur noch Kind und Haushalt zu meinem Lebensinhalt zu machen. Doch das muss ich genau so wenig rechtfertigen wie Jac ihre Entscheidung begründen muss, oder Kassiopeia sich für ihren bisherigen Lebensweg entschuldigen sollte.

Anstrengend finde ich es, wenn ich in persönlichen Unterhaltungen mit der Einstellung konfrontiert werde, die man auch in diesem Blogeintrag von Sevenjobs lesen kann: MÜSSEN wirklich beide Eltern arbeiten gehen suggeriert , dass man sich gegen sein Kind entscheidet, wenn beide Eltern berufstätig bleiben. Doch doch, das steht da tatsächlich wörtlich als Fazit unter dem Posting:  »Mein Fazit: beide Eltern arbeiten, weil beide Eltern das WOLLEN, nicht weil sie MÜSSEN. Beide Eltern entscheiden sich bewußt GEGEN ihre Kinder und für die gesellschaftliche Anerkennung.«

Naja.

Oder sie entscheiden sich dafür, ihr Leben einfach so zu leben, wie es für die eigene Familie am besten ist. Das wissen Außenstehende nämlich nicht, die können nur unautorisiert vorverurteilen, was sie zu erblicken meinen :-)))

Mother of One am 27. März 2009
  1. Ich vorverurteile mit diesem Fazit glaube ich nicht, denn es ist sachlich. Die Entscheidung, ob jemand arbeitet oder nicht und was für ‘Familie am besten’ ist entscheiden immer die Eltern. Die kleinen Kinder werden nicht gefragt. Somit ist es immer eine Entscheidung, je nach finanziellen Hintergrund mehr oder weniger freiwillig.
    Die Entscheidung fällt GEGEN ‘ich verbringe meine Zeit mit den Kinder’ und FÜR ‘ich gehe arbeiten’.
    Welche Einflüsse das auf die Familie hat, ob glückliche arbeitende eltern besser sind als unglückliche zuHausebleibende Eltern wird weder in dem Artikel noch im Fazit diskutiert. Aber das ist eine interessante Idee, die sicherlich auch viele unterschiedliche Standpunkte aufeinanderprallen lassen wird.

    sevenjobs am 03/27 um 01:00 PM
  2. Leider bin ich gerade unter Zeitdruck, daher nur kurz: “Beide Eltern entscheiden sich bewußt GEGEN ihre Kinder und für die gesellschaftliche Anerkennung.” ist aber nicht sachlich. Das ist Stimmungsmache pur.

    Wenn die Aussage nicht so missverstanden werden soll, müsste sie wohl umformuliert werden :-) sorry, aber so ist nun mal mein persönliches Empfinden.

    Wobei ich auch der Meinung bin, dass es sich um ein interessantes Thema handelt, ich würde nur noch weiter gehen und mir wünschen, dass die Standpunkte nicht immer so heftig prallen. Denn wieso sollte man sich rechtfertigen für den eigenen Lebensentwurf, und wer hat überhaupt das Recht, den anderer zu kritisieren?

    Melody am 03/27 um 01:26 PM
  3. Erschreckend fand ich auch die Unwissenheit einer Freundin von mir, die die dauerhafte Einteilung der Steuerklassen nach dem Muster III/V in ihrer Ehe ganz toll findet. Nicht ahnend, daß sich Steuerklasse V später ganz derbe auf ihre Rentenzahlungen, aber auch auf Arbeitslosengeld, Krankengeld etc. auswirken wird. Diese Leistungen werden ja nach dem Nettoverdienst berechnet.

    Es ist wirklich erstaunlich wie wenig informiert und wie wenig langfristig planend manche durchs Leben laufen.

    Ute am 03/28 um 09:56 PM
  4. Seite 1 von 1 Seiten

Name:

Email:

Location:

URL:

Angaben speichern.

Benachrichtigung bei Folgekommentaren.

Bitte gib das Wort auf dem Bild ein: