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Bloggende Väter
(Ausbaufähig.)
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Jetzt aber.
Tochter wickelt, füttert und küsst die Puppe.
Ich frage sie, wie das Kind denn heißt.
»Bruder.« meint sie. Und ich bin sprachlos.
Aber nur ganz kurz *g*
(Die heiß geliebte Kita-Freundin hat einen frischen Kleinbruder, der relativ häufig auch bei uns herumliegt.)
*
Immer, wenn ich irgendwo das Genöle über Einzelkinder und deren angeblich grundsätzlich schlimm isolierte Aufzucht lese, könnte ich eine Menge darüber erklären, dass man das auch anders regeln und ein Kind mit vielen Freunden und anderen Kindern aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis aufwachsen lassen kann. Ob ein Kind ein gutes Leben hat und ein brauchbares Sozialverhalten erlernt, kommt nicht auf eine hohe Anzahl der Geschwister an (ganz im Gegenteil manchmal sogar).
Aber das verbohrte doofe Gelaber lädt eindeutig nicht zum Austausch ein. Bei manchen Frauen hört es sich gar wie ein Vorwurf an, wenn man “nur” ein Kind hat und das lässt ja irgendwie auch sehr tief blicken :-))))))
-
Dieses dämliche Genöle musste ich mir vor 25 Jahren auch schon anhören. Ich kann dir nur bestätigen, dass meine Tochter, obwohl Einzelkind, mehr als genug Sozialkompetenz besitzt und sich nicht zu einem lebensängstlichen Wesen entwickelt hat :-)
Barbara am 06/21 um 11:12 AM -
Vielleicht müssen “die Leute” einfach nur immer irgendwas zu labern haben.
Sollen sie nur. Ich geniesse die Vorteile, die unsere aktuelle Situation mit sich bringt. Sehr sogar. Wenn wir eine andere Situation hätten, würde ich wiederum deren Vorteile finden und geniessen. Vielleicht ist das die Kunst - statt immer zu schielen, wie andere es wohl haben :-)
Melody am 06/21 um 12:33 PM -
Genau das ist die Kunst :-) Und gutes Sozialverhalten etc. lernt man nicht durch Geschwister, sondern durch die gesamte Familien- und Freundesstruktur (blödes Wort) ohne das dazu notwendigerweise Geschwister gehören müssen.
lg gudrun
Gudrun am 06/21 um 12:57 PM -
Hier!Ich! Einzelkind! (Zumindest praktisch gesehen, wenn auch nicht technisch da Halbbruder vorhanden und -zumindest zeitweise- Stiefgeschwister) Bislang hat sich noch NIE jemand über schlechtes Sozialverhalten meinerseits beschwert. :)
Und ja: Das Positive aus seiner jeweiligen Situation ziehen und genießen ist eine großartige Fähigkeit, die mir mein Leben schon ganz oft erleichtert hat. Es gibt IMMER! was Positives!
dierotefee am 06/21 um 07:30 PM -
“einen frischen kleinbruder”... wie süß. :-)
limone am 06/21 um 07:54 PM -
Liv: Und süß ist er tatsächlich, total pflegeleicht und entspannt - die Eltern nennen ihn ein “Anfängerkind” (schläft lässig fast durch, genau wie unsere damals). H findet ihn super, weil er nun der Kleinste ist und nicht mehr sie :-)
Gudrun: Ja, so sehe ich das auch. Mit anderen Kindern auseinandersetzen muss die Tochter sich oft, dafür sorgen wir liebevoll, aber ständig.
DieroteFee: :-))
Melody am 06/21 um 09:35 PM -
Na ja, wenn man als Mutter von mehreren Kindern oft genug mit ausgesprochen klischeehaften Einzelkindrotznasen und den dazugehörenden affigen Eltern zu tun hatte, reagiert man wohl irgendwann fast automatisch mit einem gewissen Misstrauen.
Hier hat es leider einige totaaaal überforderte Einzelkindmütter (und ich rede von Grundschul- und Gymnasiumskinder, also keine Kleinkinder mehr), die andauernd herumheulen, wie stressig doch die Familienorganisation ist, die Hausaufgabensituation, die ganzen Arztbesuche (gesunde Kinder, nix besonderes), und überhaupt….. Nun, wenn ich einen solchen Affentanz um das Kind mache, komme ich natürlich vor lauter Anbetung kaum noch auf’s Klo.
Im Ernst, natürlich hängt die Entwicklung nicht von der Geschwisterzahl ab, aber es macht durchaus einen Unterschied, ob ein Kind Geschwister hat oder nicht. Sich ständig arrangieren müssen, teilen müssen, in Konkurrenz stehen, all das kann man mit Nicht-Familienmitgliedern zwar auch üben, aber nicht so rund um die Uhr wie mit Geschwistern.
Das Ergebnis dieses Teilens aber heißt nicht zwingend, dass Kinder mit Geschwistern automatisch “sozialer” sind, es kann auch das Gegenteil eintreten.
Ich wäre übrigens sehr gerne ein Einzelkind gewesen und habe von meinem sehr viel jüngeren Bruder gar nicht profitiert - aber ich hätte tatsächlich für meine eigene Familie kein Einzelkind gewollt.
Sylvia am 06/27 um 09:20 PM -
Heulen die nicht nur herum, damit keiner fragt, warum sie nicht arbeiten? Die gestressten Frauen kenne ich in der Luxusvariante, die kein eigenes Geld verdient - und bei dem Geflenne handelt es sich meiner Meinung nach (ganz oft) um ein erprobtes Täuschungsmanöver ... wenn die arme Dame schon mit dem alltäglichen Alltag so überfordert ist, passt ein Job natürlich nicht auch noch mit rein :-) zumindest tut sich keiner ein Gespräch darüber an, denke ich. Wenn die eh schon jammern ...
Klar macht es einen Unterschied, ob ein Kind Geschwister hat. Mal einen tollen, mal einen recht unguten. Das weiß man vorher nicht, und (von außen) beurteilen kann man es in den meisten Fällen vermutlich auch nicht wirklich. An das Idealbild der großen glücklichen Sonnenscheinfamilie “the more the merrier” glaube ich persönlich jedenfalls nicht, dazu hab ich schon zu viele Menschen kennen gelernt in den letzten Jahrzehnten :-)
Melody am 06/27 um 10:42 PM -
“The more the merrier” - *loool*, das muss ich mir merken, das knalle ich der nächsten überheblichen Einzelkindmutter an den Kopf *fiesbin*.
Die nicht arbeitenden Luxuseinzelkindmütter gibt es hier genauso wie die Karriere-Einzelkindmutter. Letzteres Modell erklärt so dämlichen, leicht debilen Massenmuddis wie mir gerne die Welt, insbesondere die Tatsache, dass jemand wie ich erstens die Kinder einfach nicht so fördern kann wie sie. Stimmt. Ich muss Abstriche machen und kann weniger puschen als die Einzelkindmutter. Zweitens kann ich beruflich natürlich nicht gegen sie anstinken, vermutlich bin ich ja Hausfrau (bedenke, Mitmütter sehen mich eher nicht im Bürooutfit, sondern in Jeans-T-Shirt-Uniform). Stimmt, ich arbeite nicht in Vollzeit, und ich höre mir gerne und recht geduldig an, wie das so ist mit den gut ausgebildeten Karrierefrauen, die eben maximal ein Kind bekommen, um nicht umsonst so viel gelernt zu haben.
Die Gesichter werden dann immer ziemlich betreten, wenn ich erwähne, dass ich mir so einen blöden Chef, der meine Arbeitszeiten bestimmt, seit 15 Jahren nicht mehr antun muss und meine Karriere als erfolgreiche (manchmal MUSS ich auch zurückstinken !) Unternehmerin mit der Zahl der Kinder eher vorangegangen ist *g*. Wäre ich aber “Nur”-Hausfrau mit drei Kindern, würde ich oft genug gedemütigt werden von solchen Einzelkindmüttern.
Dabei könnte es so einfach sein - leben und leben lassen.
Sylvia am 06/28 um 09:57 AM -
Erklären Sie dir die Welt oder möchten sie einfach nur erzählen, warum sie anders leben? Eventuell sogar aus inneren Unsicherheiten heraus?
Es gibt ja auch erfolgreiche Karrierefrauen und eine Menge andere, die schon ungeborene Kinder beerdigen mussten, viele Jahre auf ihr “Einzelkind” gewartet haben, oder keins mehr bekommen konnten. Und von den Sch…männern, die so manche hat, den wandelnden Verhütungsmitteln, von denen fang ich mal gar nicht erst an :-)))) Solche Frauen werden dir ihre Situation wohl kaum auf die Nase binden und sich dann eher in noch mehr Arroganz flüchten.
Ich verbringe momentan kinderbetreuungstechnisch recht viel (nette) Zeit mit einer Mutter, die so ziemlich alles anders gemacht hat und macht im Leben als ich und wir verstehen uns prächtig, obwohl wir die Entscheidungen der anderen teilweise bestaunen oder so niemals getroffen hätten. Ohne unsere etwa gleichaltrigen Töchter hätten wir vermutlich so aus flüchtiger Entfernung auch gedacht, dass die jeweils andere dem eigenen Modell gegenüber total intolerant ist, das ist aber gar nicht so. Zum Glück :-)
Melody am 06/28 um 11:04 AM -
Ich empfinde gerade die “Karrierefrauen” als ausgesprochen belehrend und arrogant. Es mag eine Art vorauseilender Angriff sein, denn hier dominieren die Hausfrauen und in Teilzeit arbeitenden Mütter mit Omaversorgung - Fremdbetreuung wird oft verurteilt.
Was mich betrifft - ich hatte vom Arzt die offizielle (Fehl-)Diagnose “unfruchtbar”. Niemals nie würde ich überhaupt nachfragen, warum jemand kein Kind oder nur ein Kind hat !
Sylvia am 06/28 um 02:11 PM -
Echt? Ich finde “Omabetreuung” so schlimm, völlig schlimm in den paar Fällen, die ich aus der Nähe mitbekommen habe - Omas sind Freizeitspaß, können eine richtige Betreuung aber absolut nicht ersetzen (wenn ich nur an das Fossil denke, die jeden Tag auf dem Waldspielplatz ihrer 3jährigen Enkelin eine Rosinenschnecke von 25cm Durchmesser ins Gesicht drückt, statt das Kind mal spielen zu lassen ...)
Also ich würde mir Vorwürfe machen, wenn das Kind bei den Omas wäre statt in einer vollwertigen Betreuung. So unterschiedlich sind die Sichtweisen :-)
Warum sich überhaupt noch ein Arzt traut, jemanden als unfruchtbar zu stempeln, wird mir langsam aber auch ein Rätsel. So allmählich sollten sie doch mal kapieren, dass Statistiken nur Statistiken und nicht die echte Welt sind.
Melody am 06/28 um 07:29 PM -
p.s. unsere Omas sind natürlich auch schon “alt”. Wenn die Oma Mitte 40 ist, mag es noch anders aussehen, aber solche Fälle kenn ich nicht persönlich.
Melody am 06/28 um 07:34 PM
