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Bloggende Väter
(Ausbaufähig.)
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Komplikationen.
Besser, man hält sich raus - das ist der Tenor der anderen aus der Krabbelgruppe bisher.
Langsam verstehe ich immer besser, wie so eine Einstellung entsteht: Es ist so gnadenlos viel einfacher, als solche Gespräche zu führen oder sich auch nur solche Gedanken zu machen.
Aussprechen sollte man es tunlichst nicht, wenn mangelnde Integrationsbereitschaft von Mitbürgern ausländischer Abstammung zu einem Problem wird, denn ab dem Punkt des Gesprächs beschäftigt man sich dann nur noch mit Einwürfen und nicht mehr mit der Situation, um die es geht.
Spätestens vom zweiten Satz an geht es (nur noch) um Political Correctness, denn so wie sich alle einig darüber sind, dass man ein Kind nicht schlagen darf (außer zuhause, oder wenn es keiner sieht, oder nur ein bisschen, oder “nur Anschreien” oder “es passiert schon mal” und auf keinen Fall in der Öffentlichkeit), so wissen auch stets sämtliche Beteiligten: Uuuuh, man darf da eigentlich lieber nichts sagen, sonst wirkt man sofort total fremdenfeindlich.
Also sagt man auch als Betroffener meist lieber nichts, weicht aus, überlässt den Raum den Auslösern, schafft sich neuen woanders ....
Tatsächlich sehr schwierig.
Die betont aufrecht erhaltene Sprachbarriere ist nun mal ein Problem, das wäre sie auch mit Japanisch oder Sächsisch, die Leute fände ich in dieser Situation mit solchen Verhaltensweisen genau so sch… (ich meine jetzt einfach mal die unverständlich Brabbelnden aller Nationalitäten).
Wie ein solcher Konflikt geklärt wird, sollte nichts damit zu tun haben, ob mehrere Nationalitäten beteiligt sind.
Aber wenn es tatsächlich so ist, dass mangelnde Integrationsbereitschaft ein Teil des Problems ist und klärende Gespräche verhindert, dann will ich das auch nicht unter den Tisch fallen lassen müssen.
Wenn ich an einen Ort gehe, der für die Integrationshilfe meines ganz kleinen Kindes in die Welt erschaffen wurde, der in Deutschland liegt und zu dem Kindergarten gehört, in den ich mein Kind geben möchte, tue ich mir keinen Gefallen, wenn ich dorthin jeweils ein paar erwachsene Verwandte und Freunde mitnehme (ist ja sonst sooooo langweilig) und mich am Teetisch verschanze, um ein gemütliches heimatsprachliches Kaffeekränzchen abzuhalten und mit meinem Kind und denen der Freunde nur die eigene Sprache zu sprechen.
Wenn ich es übertreibe, kriegen die darunter Leidenden übrigens auch kein Vorurteil, sondern eine Meinung.
-
In unserem Zentrum terrorisieren die türkischen und marokkanischen Jungen alle anderen. Hier wird auch ausgewichen.
Simone am 03/18 um 10:58 AM -
Was für ein Zentrum? Stadtzentrum?
Melody am 03/18 um 10:59 AM -
Wirklich eine sehr blöde Situation. :-( Raushalten ist natürlich keine Lösung.
Ines am 03/18 um 11:42 AM -
Heute mehrere Mütter aus der Spielgruppe auf dem Spielplatz getroffen, alle sind der Meinung: Raushalten ist besser, einfacher, empfehlenswerter und “die andere Mentalität” könne man eh nicht einschätzen (das waren jetzt eine russische Dame und eine spanische ... die Gruppe ist sehr multikulti, darüber hab ich vorher nicht so nachgedacht, war ja auch nicht nötig).
Also werde ich mich wohl unbeliebt machen, aber ich finde immer noch, man kann das nicht unkommentiert durchgehen lassen.
Melody am 03/18 um 10:34 PM -
Sagen muß man auf jeden Fall etwas, da stimme ich Dir zu. Besch…ene Situation. Man ahnt doch, was zu Hause abgeht, selbst wenn das Kind in der Öffentlichkeit nicht mehr geschlagen wird. Und da kommt man dann erst recht nicht mehr “ran”.
Ute am 03/19 um 09:37 AM -
Neulich blökte bei Kaiser‘s so’n Typ seine Freundin an – so, dass sie irgendwann meinte, er solle abhauen (in der Gänze also aus ihrem Leben). Die standen dann hinter mir an der Kasse und als er anfing die Sachen aufs Band zu schleudern, schleuderte er sie auf meinen Kram und mich dabei damit tangierend. Nur Wattebäusche, also nix Dramatisches aber ich hatte zu dem Zeitpunkt die Schnauze voll von dem dämlichen Affen mit stecknadelgroßen Pupillen. Gab ein Wort das andere, bis von ihm irgendwann der Spruch kam «wat willste, ich bin eben dummer Türke». Ja, was willst Du darauf noch sagen? Die kokettieren ja mittlerweile auf genau dem Level. Ich meinte dann, auch nicht ganz ladylike, „Junge, in erster Linie bist Du einfach nur ein Ar… egal ob Türke oder Deutscher.“ Wenn die schon solche Nummern fahren.
Mir ist Mentalität erst einmal egal. Aber wenn ich in einem anderen Land lebe, habe ich mich an die Regeln und deren Kultur dort irgendwie anzupassen. Und ich ERWARTE, wenn ich diesbezüglich Fehler mache, dass man mich darauf hinweist. Sonst kann ich an meinem Verhalten nichts ändern. Und wir sollten das hier auch so handhaben. Man kann ja sehr deutlich machen, dass es einem nicht um das Anderssein dabei geht, sondern um ein Kind das geschlagen wird. Natürlich kann man ihr auch einfach nur mal den Gesetzestext ausdrucken. ,-),
creezy am 03/21 um 04:58 PM
