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Shit happens. | Work@home Mum (geht nicht gibt' s nicht).

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Theorie und Praxis mal wieder

Letzte Woche noch schrieb ich bei Frau Schnuten, dass sich niemand Vorwürfe machen müsse, wenn sich ein Baby mal eine Beule holt, denn jedes Kind haut sich früher oder später mal den Kopf irgendwo an und so gut kann niemand aufpassen, dass es garantiert nicht passiert.

Das meinte ich auch so, klar. Ich meine es immer noch :-)

Als unsere Schnucke dem Babysitter wegrutschte und mit dem Kopf auf die Fliesen knallte, habe ich so lehrbuchmäßig reagiert wie ich es hinkriegte. Sofort in die Uniklinik, zitternden Babysitter beruhigt und mitgenommen. Alles gründlich untersuchen lassen, Ultraschall, 24 Stunden in der Klinik am Monitor, Eltern die ganze Zeit dabei, Baby unter genauester Beobachtung.

Aus vielen Gründen verwandele ich mich in fast jeder chaotischen Situation oder Krise in eine 100%ige Organisationsmaschine mit Nerven aus Stahl. Ich wäre die Person, die ich gerne dabei hätte, wenn im Watt unerwartet ein Sturm aufkommt, mir in einer ausländischen Großstadt das Portemonnaie mit allen Papieren geklaut wird oder eine Großveranstaltung zu wuppen ist, weil der Leiter einen Herzinfarkt bekommen hat (und ich hatte mich schon in diesen Situationen dabei, bin so weit zufrieden).

Das hilft mir aber rein gar nichts, wenn es um das Kind geht.

Meine Tochter ist Anlass genug, ein Mutterlöwe in Doppelgröße zu werden, wenn nötig. Für dominantes bis völlig abgestumpftes Pflegepersonal bin ich vermutlich keine sehr schöne Begegnung. Was mir wirklich sehr egal ist, wenn es Dinge zu regeln gibt.

Sobald uns klar war, dass »nichts« passiert war (und auch immer schon mal zwischendurch) habe ich beruhigend das Babysittermädel auf ihrem Handy angerufen und ihr Bescheid gesagt, dass alles bestens ist, alles prima, sie sich keine Sorgen machen soll und dass es jedem passieren kann. Denn das Mädchen geht nächste Woche nach Kanada, um ein Jahr lang auf Au-pair auf (ältere) Kinder aufzupassen und kann keine unnötigen Schuld- und Angstgefühle brauchen. Ich jedenfalls will ihr die nicht mitgeben, das wäre nicht fair.

Jetzt merke ich, wie die Anspannung, das Beruhigen anderer Leute, das Regulieren überroutinierten Klinikpersonals und das konstante sorgfältige Beobachten langsam abklingt ... und eine Welle an Selbstvorwürfen über mir zusammenschlägt.

Sechs Wochen lang habe ich den Babysitter immer wieder genauestens beobachtet. Heimlich das Gegensprechgerät angelassen. Bin regelmäßig im großen Zimmer was erledigen gegangen, um mir ein Bild zu machen und die beiden waren nie alleine unterwegs oder draußen. Erst als ich sicher war, dass sie gut zupacken kann, war sie auch beim Wickeln alleine etc.

Und doch hätte ich vielleicht nicht so ein junges Mädchen nehmen sollen, die vielleicht gerade von irgendwas träumte und einfach nicht so geübte Instinkte hat wie jemand mit längerer Erfahrung.

Einerseits weiß ich, dass ich mein Bestes gegeben habe, damit alle durch diese Situation so unbeschadet wie möglich durchkamen, auch das Babysittermädchen. Wie viel Glück wir gehabt haben, dass es nur »die Beule« war, die offensichtlich fast jeder durchlebte. Ich kenne so viele Familien, in denen tatsächlich völlig doofe Teenager von 13-15 babysitten dürfen (als seien ganz kleine, kostbare Kinder nur so einen Scheissdreck an unqualifizierter Betreuung wert), das würde hier nie passieren - die junge Dame ist 20 und hatte außerdem Erfahrung.

Und doch.

Irgendwo hinten in meinem Kopf aber sitzt eine Stimme, die mir mangelnde Sorgfalt bei der Babysitterauswahl vorwirft und sich nicht zum Verstummen bringen lässt. Da ist sie, die »Schuld und Sühne Mamamaschine« in der Default-Einstellung »Selbstvorwurf, durchgehend«.

Wie das aussehen würde, wenn wirklich was passiert wäre ... ich mag nicht mal drüber nachdenken.

Mother of One am 29. August 2008
  1. Ich verstehe deine Gedankengänge völlig. Immer, wenn etwas in der Art passiert, denkt man so. Und es verfolgt einen.

    Aber als Mutter eines “13-15jährigen völlig doofen Teenagers” (heute 16jährig und in Buenos Aires lebend wie du weißt), die die Kinder meiner Schwester gesittet hat,  finde ich deine Bemerkung, dass solche Babysitter ein “Scheißdreck an unqualifizierter Betreuung” sind, ziemlich daneben…

    Ich kenne eine erfahrene, erwachsene, intelligente Mutter von 4 (!) Kindern, der das vierte (!) Kind von der Wickelkommode gefallen ist. Das Kind zog sich dabei einen Schädelbasisbruch zu. Heute ist alles wieder ok.

    Aber man sieht - so was passiert. Immer wieder. Statt Familien ins Feld zu führen, die noch jüngere Babysitter engagieren als ihr, solltest du vielleicht einfach nur dankbar sein, dass _dieses Mal_ nichts Schlimmeres passiert ist.

    Und ich bin mit euch froh, dass es H. gut geht und alle mit dem Schrecken davon gekommen sind.

    Biggi am 08/29 um 11:47 PM
  2. Ob deine Tochter ein cleverer Teenager ist oder ein doofer, weiß ich nicht und ich weiß auch nicht, warum du annimmst, sie sei damit angesprochen worden.

    Die unzuverlässigen und völlig auf allerunangenehmste Art verträumten Teenager, die ich meine, sind tatsächlich nicht für die Betreuung von Babys geeignet, da laufen haarsträubende! Dinge ab, die dann immer nur zufällig rauskommen. Und wenn ich mich auch nicht einmischen würde, natürlich nicht einmischen würde, so nehme ich mir in meinem Blog doch gerne immer noch die Freiheit meiner Meinung und meiner Wortwahl, um meine Empfindungen auszudrücken :-)

    Was mich persönlich angeht: Selbst den intelligentesten und scheinbar verantwortungsvollsten Teenager der Welt würde ich nicht auf ein so kleines Kind aufpassen lassen. Natürlich nicht. Dabei geht es nicht darum, wer mal wann wo heruntergefallen ist und schon gar nicht, wer anderen heruntergefallen ist etc., es ist eine viel grundsätzlichere Geschichte.

    Andere - können das halten, wie sie wollen. Aber das ist eh klar.

    Mein Blog, meine Meinung.

    Carola am 08/30 um 12:19 AM
  3. Ob ich nun Scheissdreck dazu gesagt hätte, weiß ich nicht; mein Nervenkostüm hat aber auch keine 24 Stunden Klinik hinter sich.

    Aber mir wäre auch sehr unbehaglich, Jason bei einem Kind zu lassen, das bei einem Unfall dann nicht weiß was zu tun ist. Meine Kusine ist übrigens auch mit fast 18 noch nicht so weit :-(

    Ulrike am 08/30 um 07:11 AM
  4. Ulrike, wenn ich in meinem privaten Blog nicht auch mal “Scheissdreck” sagen kann, wo dann? :-))) Selten sage ich irgendwas, wenn mir im Alltag einer quer kommt, unverschämt ist, mir seinen Schnodder rauskotzt und das als normales Gespräch empfindet ... aber das funktioniert wahrscheinlich nur so schön, weil ich meine Blogs als Ventil nutzen kann.

    Ich kenne Fälle von Teenie-Babysittern, da hat hat die 16jährige das zu betreuende Kind ihrer 12jährigen Schwester für einen Euro die Stunde “weitervermietet” und es fiel erst auf, als die ganz Kleine mal heulend anrief, weil das Baby nicht mehr zu schreien aufhörte. Ein paar Meter weiter ist ein großer Spielplatz, da kann man sich fein anschauen, wie nett und verantwortungsvoll aussehende junge Mädchen alles stehen, fallen und liegenlassen, wenn ein Schönling aus ihrer Clique auftaucht, und nach Stunden heißt es dann “oh, wo ist noch mal das Kind?”

    Von dem Fall, als das Betreubaby dann lange Streifen Plastikfolie ausschied, weil es sich die einzeln reingekaut hatte, was der Babysitter wohl eher lustig fand, will ich gar nicht anfangen.

    Kurz und gut: Teenager sind meist so mit sich selbst beschäftigt, die sollten so eine Verantwortung nicht tragen - finde ich. Reicht doch, wenn sie auf Kinder aufpassen, die sich vollständig artikulieren können.

    Melody am 08/30 um 07:58 AM
  5. Erst einmal, die allermeisten Babies rutschen gar nicht dem Babysitter weg, sondern es passiert den Eltern selber irgendwann einmal. Und das ist auch ganz logisch: Eltern sind dem Risikofaktor «Routine» unterworfen. Babysitter indes dem Risikofaktor «muss sich an den jeweiligen Entwicklungsstand herantasten.»

    Abgänge von der Wickelfläche passieren fast jedem Elternteil irgendwann, meistens geht es gut – dann wird gerne nicht davon erzählt. Manchmal geht es sehr schlecht aus, daher muss man es dann erklären – diese Geschichten bleiben natürlich deutlicher in jedermanns Erinnerung als die anderen. Ich kenne eigentlich keine Eltern in meinem Umkreis, die diesbezüglich nicht ihre eigenen Horrorgeschichte(n) mit sich herum tragen. Babies und kleine Kinder sind nun mal wahnsinnig quirlig und vor allem schnell: schneller als viele Erwachsene noch reagieren können.

    Ich habe mit zwölf Jahren angefangen Babies zu sitten, das ging immer gut, ich hatte aber auch Interesse daran – mehr an den Kindern als am Geld. Und ich will nicht behaupten, ich hätte in dem Alter (obwohl schon früh eklig altklug) immer gewusst was zu tun ist. Übrigens gab es damals noch keine Handys. Oder elektrische Überwachungseinheiten. Und es hat trotzdem funktioniert. Ob ein Teenager verantwortungsvoll ist, das merkt man, denke ich sehr schnell. Wenn man ihnen aber von vorneherein kein Vertrauen entgegen bringen kann, weil die Geschichten von anderen angeblich oder wirklich erlebt, einen zu sehr beeinflussen – dann muss man eine andere Lösung finden. Ich sage es mal so: wer mit einem gestörten Anfangsvertrauen sein Kind einem Babysitter übergibt, wird dieses Anfangsvertrauen nie abbauen können, denn das Kind wird sich immer irgendwann irgendetwas tun. Und dabei ist es ziemlich wurscht, ob Mutter, Vater, Oma, Freundin oder Babysitter dabei war. Das interessiert das Schicksal nämlich genau gar nicht! Und es ist der Person gegenüber, die man zu diesem Zweck beschäftigt nicht fair.

    Ich binerschrocken über diesen Satz: «Heimlich das Gegensprechgerät angelassen.» Wenn Du einem Menschen von vorneherein so misstraust, warum lässt Du ihn überhaupt in Deine Wohnung? Sehr sicher ist, wenn das Mädchen oder die Frau im Grunde keinen Bock auf den Job hat, aber das Geld will, wird sie Schwächen vor Euch und Eurer Gegensprechanlage nicht gleich in den ersten zwei Monaten zeigen und schon gar nicht, wenn einer von Euch in der Wohnung anwesend ist. So «doof» sind die dann doch nicht. Selbst die «döfsten» gucken RTL II und sehen dort ständig in irgendwelchen Doofen-Sendungen, wie Babysitter mit Hilfe von Elektronik überführt werden. Da könnt Ihr jetzt natürlich weiter aufrüsten oder damit leben, dass sich das Babygrrl ihre Beulen holen wird, wo sie kann und bei wem sie es kann. Wenn keiner sonst übrig ist, werdet Ihr das zwangsläufig sein.

    Und ja, ich verstehe die absolute Angst um Deine Süße. ,-)

    creezy am 08/30 um 09:41 AM
  6. Dann sei du ruhig erschrocken :-) du wirst es schon irgendwie überstehen. Ich habe genau dreimal das Gegensprechgerät angelassen, um zu hören, wie sie sich mit dem Kind beschäftigt und ob sie es überhaupt tut und dann nicht mehr. Das war gut so, das war richtig so.

    Ich kann es wunderbar meinem eigenen Gewissen gegenüber vertreten und würde es immer wieder genau so machen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich ihr von vornherein misstraue, sondern einfach mit den Erfahrungen, die ich bereits gemacht oder miterlebt habe. Andere Eltern haben Webcams im ganzen Haus installiert, die immer mitlaufen und berichten vom Babysitter, der an die Hausbar geht - DARÜBER darfst du dich dann gerne erschrecken, mir egal über was genau :-)))

    Melody am 08/30 um 10:12 AM
  7. Also ich meine, wenn der Babysitter nicht gerade ein vertrauter Mensch ist - z. B. die eigene Schwester oder die beste Freundin - den man ausreichend kennt und dessen Verhalten gegenüber Kindern den eigenen Vorstellungen entspricht, dann ist es für mich nur legitim, sich in irgendeiner passenden Weise von der Qualität und Art der Betreuung zu überzeugen. Man sagt nicht umsonst “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.”. Wem man letztendlich das Vertrauen schenkt, das eigene Kind zu hüten, das bleibt jedem selbst überlassen - hängt es doch von zu vielen verschiedenen Faktoren ab. Dass dieser Unfall jedem hätte passieren können ist eh klar und dass man sich Vorwürfe macht auch. Ich glaube es wäre unnormal, wenn nicht. Es ist gut, dass nichts passiert ist und es ist auch gut, dass ihr der Babysitterin versucht habt, die Angst zu nehmen. Vergessen wird sie das eh nicht so schnell.

    Was ich zu dem “ausdemBettgefallen”-Fall nur meine ist, dass man nach dem ersten Mal schon etwas hätte unternehmen müssen, damit es nicht wieder passiert… Ich hab es ihr aber nicht geschrieben, weil es eh schon jemand getan hatte und sie sich dessen auch selbst bewusst war.

    Silke am 08/30 um 12:26 PM
  8. Ja, es hängt von sehr vielen Faktoren ab, und die ändern sich auch wieder, wenn das Kind älter wird und sich artikulieren kann.

    Ich habe noch nie verstanden, auch nicht als Kinderlose (die ja ebenso oft gemassregelt wurde für die Frechheit, dazu überhaupt eine Meinung zu haben wie jetzt als Mutter), dass man so kostbare ganz kleine Menschen irgendwelchen anderen Kindern zum Aufpassen überlässt. Habe ich nie verstanden, werde ich nie verstehen, käme für mich niemals in Frage.

    Und je mehr Geschichten ich darüber höre, dass es doch oft “gut ausgegangen ist”, desto sicherer bin ich mir, dass ich dieses Risiko nicht eingehen würde. Ganz einfach.
    :-))))

    Melody am 08/31 um 11:29 AM
  9. Oha, das lese ich ja jetzt erst! Gottseidank ist alles gut ausgegangen! Ihr Armen!

    Ich finde das mit dem Babyphone auch nicht so verkehrt und hätte es vermutlich genauso gemacht. Nur war - als wir das erste Mal einen Babysitter hatten - Saskia schon alt genug, um später auf unsere Fragen zu antworten, was “unser” Michael so alles mit den beiden gemacht hat und ob er nett ist. Bei Kindern, die noch nicht sprechen können, würde ich es jederzeit genauso machen.

    Aber zum Thema “Runterfallen”: Ich kenne mindestens drei Mehrfachmütter, denen das jeweils beim zweiten Kind passiert ist. Mir selbst ist Saskia vor ein paar Monaten mal vornüber von der Toilette(!) mit der Stirn auf die Badfliesen geknallt, weil sie sich einfach völlig unvermittelt viel zu weit vorgebeugt hat. Da war ich überhaupt nicht drauf gefaßt. Wäre das stattdessen unter der Aufsicht des Babysitters passiert, hätte ich ihn vermutlich für eine völlig unfähige, unaufmerksame Flasche gehalten.

    Ute am 09/01 um 12:55 PM
  10. Danke, wir sind auch froh.

    Und allen, die mich abwiegeln wollten mit Blabla-Geschichten “... auch von der Wickelkommode gefallen damals” habe ich von dem oben genannten Baby mit Schädelbruch erzählt, und gut war’ s.

    Saskia ist doch hoffentlich auch nichts passiert außer einem Schreck? Man ist so furchtbar verletzlich auf einmal, wenn so etwas ist.

    Melody am 09/01 um 01:02 PM
  11. Nein, Saskia hat außer einer Beule und dem Schreck nichts weiter davongetragen. Aber mir war noch den ganzen Abend lang übel. Wenn es ganz dumm gelaufen wäre, hätte sie sich bei dem Stunt das Genick brechen können.

    Ute am 09/01 um 01:32 PM
  12. Oh Gott ... man darf nicht mal darüber nachdenken.

    Glücklicherweise scheinen die Kleinen mit einer ganzen Armee von Schutzengeln zu reisen.

    Melody am 09/01 um 01:40 PM
  13. Äh..ist jetzt vielleicht ne total unqualifizierte Frage, aber ich hab ja keine Kinder…aber wieso wickelt man eigentlich nicht gleich auf dem Boden oder auf Kniehöhe? So könnte man doch fast alles umgehen an Runterfall-Möglichkeiten. Wieso unbedingt im Stehen? Macht man das so oft am Tag, dass es rückenschonender ist?

    Ich sag ja, ich hab keine Ahnung ;-)

    Aber gut, dass es gut gegangen ist.

    Lg, Britta

    the-sun am 09/03 um 08:09 PM
  14. Knieschonender, rückenschonender und immer noch die beste Methode, ein Kind zu wickeln, das 20 Pfund oder mehr wiegt, sich um die eigene Achse dreht, mit beiden Händen in die Scheisse greift und sich sowieso benimmt wie ein flussaufwärts strebender Riesenlachs :-)

    Melody am 09/03 um 08:11 PM
  15. *LOL* Bücken nach Entbindung oder Kaiserschnitt ist in den ersten Wochen kein Spaß. Hinknien und wieder hochkommen erst recht nicht. Und auch in der Zeit danach macht es einen nicht gerade wendig, sein Kind auf dem Boden bändigen zu müssen. Irgendwie sind einem immer die eigenen Beine im Weg und man muß sich vorbeugen, um ans Kind ranzukommen. *ächz* Auf einer Kommode hat man die Babyfüße direkt am eigenen Bauch. Da kann man die eigenen Kräfte viel effektiver einsetzen. In Urlauben habe ich oft auf dem Bett gewickelt, und obwohl ich einen ansonsten ausgesprochen widerstandsfähigen Rücken habe, bin ich dabei fast abgebrochen. Darüber hinaus müßte man für jeden Wickelvorgang alle Utensilien wie Waschlappen, Tücher, Windel, Wechselkleidung, Creme etc. neu zusammenklauben, denn man kann den Kram ja schlecht permanent auf dem Boden herumfliegen lassen. Mal davon abgesehen, daß ich freilaufende Pipi und sonstige Ausscheidungen lieber von einer umrandeten Kommode wische als aus den Ritzen von Laminat, Dielenbrettern, Teppich oder Parkett…

    Ute am 09/03 um 09:36 PM
  16. Zur Häufigkeit: Als meine beiden noch ganz winzig waren, war Wickeln bis zu achtmal am Tag notwendig. Ansonsten liegt der Schnitt wohl bei ca. sechsmal.

    Ute am 09/03 um 09:39 PM
  17. Den Zubehörkram haben wir ja einfach in an der Decke aufgehängte Spielzeugaufbewahrungsschläuche rechts und links gepackt - was anfangs Notlösung wegen der Baustelle war, finde ich jetzt so praktisch, dass ich es wieder so machen würde :-) aber egal wie gut man ans Zubehör kommt, tief gelegt wickeln wäre einfach zu nervig, Ute hat Recht.

    Melody am 09/05 um 09:44 AM
  18. @Ute und Melody: Danke, sowas hatte ich alles nicht bedacht, klingt nachvollziehbar :-)
    ich sag ja, ich hab null Plan ;-) Katzen wollen nicht gewickelt werden *gg*

    the-sun am 09/06 um 07:22 AM
  19. Ach herrje - was bin ich froh, dass der Maus nichts passiert ist! Melody, wieviele graue Haare sind dazubekommen nach dem Schreck? Bei mir schießen die dann immer grüppchenweise aus der Wurzel. ;-)

    Ich bin übrigens - bloß um auch mal wieder was zu erzählen - eine “Im-Sitzen-Am-Bett-Wicklerin”. Das bewährt sich bei uns seit über 7 Jahren. Ich muss aber auch dazusagen, dass wir aus der Not eine Tugend gemacht haben, irgendwie hätte und hat nirgends eine richtige Wickelkommode hingepasst, sodass wir aufs (Doppel)Bett ausgewichen sind.

    Runterfallen kann das Kind da immer noch, keine Frage. Ab einem gewissen Alter muss man einfach höllisch aufpassen. Flussaufwärts schwimmender Lachs trifft es ganz gut, ich persönlich strapaziere gerne den Vergleich mit einem Tintenfisch, den man in ein Einkaufsnetz packen will. ;-)

    Lydia am 09/07 um 01:09 PM
  20. Seite 1 von 1 Seiten

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